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Der FC Bremerhaven bleibt auch im sechsten Spiel der Bremenliga ungeschlagen! Gegen den hohen Favoriten Bremer SV gewannen die Seelöwen heute Nachmittag verdient mit 3:2. Dabei holte das Team einen 0:2-Pausenrückstand auf und bewies dabei ein fast unglaubliches Maß an Charakter und Motivation. Jubelnde Seelöwen! Da kann der Ex-Bremerhavener Jan de Boer nur neidisch zuschauen.
Die Gäste aus Utbremen begannen stark und bestimmten das Spiel in der ersten Hälfte. Entlastungsangriffe des FCB waren die Ausnahme, Torgefahr strahlte vorerst nur der BSV aus. Und nach 20 Minuten wurden die Bremer für ihre Dominanz belohnt: Eine Flanke von rechts kam flach vors Tor, ein Spieler rutschte präzise in den Ball. Mustafa Gülec imTor der Bremerhavener war machtlos. Nach dieser Führung ließen die Gäse den FCB, der auf den gesperrten Dennis Ewert verzichten musste, besser ins Spiel kommen. In der Folge erspielten sich die Seelöwen sogar ein Übergewicht bei den Spielanteilen, ohne allerdings zu zwingenden Chancen zu kommen. Im Gegenteil nutzte der BSV einen seiner Konter kurz vor der Pause zum vermeintlich vorentscheidenden 0:2. Spielertrainer Tarek Chaaban gewinnt das Duell gegen Jan de Boer.
Doch die Mannschaft des FC Bremerhaven verfügt in dieser Saison über einen unglaublich wichtigen Trumpf, den sie ausspielen kann: Das Team hat fast unglaublich viel Charakter! Mit Wut im Bauch und dem Glauben an sich selbst kamen die Seelöwen aus der Kabine.Und innerhalb weniger Minuten drehten sie das Spiel! Unmittelbar nach Wiederanpfiff nutzte Savas Cokluk eine verunglückte Abwehr des BSV-Torwarts zu einer Direktabnahme aus 25 Metern: Der Ball flog über den verdutzten Schlussmann hinweg ins leere Gehäuse. Und keine zwei Minuten später wurde Selim Karaca toll freigespielt und vollendete sicher zum Ausgleich. Immer anspielbereit: Torschütze Savas Cokluk. Der BSV war nun konsterniert, es spielten nur noch die Hausherren.Und die Seelöwen hatten schon bald die Chance zur Führung: Wieder war es Karaca, der sich freilaufen konnte und angespielt wurde. Noch vor der Ballannahme aber wurde er brutal gelegt. Schiedsrichter Kai-Peter Siebrecht (ATSV Sebaldsbrück) ließ zuerst weiter spielen, da der FCB im Ballbesitz blieb. Nur wenige Sekunden darauf gab es dann doch Freistoß für die Seelöwen, denn auch Cokluk wurde sofort gelegt. Unverständlich: Für das Foul an Karaca beließ es Siebrecht bei einer Ermahnung. Der BSV hätte sich über einen Platzverweis nicht beschweren können. Nach 61 Minuten gaben auch die Gäste mal wieder ein Lebenszeichen ab. Nach einer feinen Flanke von rechts köpfte der Ex-Bremerhavener Jan de Boer präzise aufs Tor, doch Keeper Gülec hielt das Remis mit einer echten Glanzparade fest. Das Tor hätte wohl gezählt, obwohl de Boer beim Hochspringen FCB-Kapitän Cüneyt Gülkan weg schubste. Gülkan musste kurz behandelt werden, konnte aber weiter spielen. 
Unerwartetes Comeback: Edin Hamzic (mit Spielertrainer Dennis Ewert). Im Gegenzug funktionierte beim BSV das Umschalten von Angriff auf Abwehr nicht. Matthias Balke erlief einen langen Pass, zog aus 16 Metern ab und erzielte das 3:2 in der Manier eines Billiardspielers, denn der Ball prallte vom linken Pfosten an den rechten und von dort ins Tor. In der Folge erspielte sich der Gast wieder ein Übergewicht gegen einen clever taktierenden FCB, der aus der Tiefe des eigenen Raums heraus konterte. Zählbares aber sollte für keines der Teams mehr heraus springen.Nach einer recht langen Nachspielzeit pfiff Schiri Siebrecht die Partie ab. Was folgte, waren Jubelszenen auf dem Platz und bei den Fans an der Seitenlinie. Dieser FCB mit seinem unglaublichen Mannschaftsgeist macht einfach Spaß! |